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Auch Hello Music ließen „Satellite” kreisen

Der Kronshagener Jazz- und Pop-Chor verwandelte das KulturForum stilvoll in ein Nachtcafé

von Kai-Peter Boysen

Kiel. Bundes-Lena hat gesiegt, und wem hat sie es zu verdanken? Richtig: Hello Music. Gleich zweimal ließen die sangesfrohen Damen und Herren den Satellite durch ihr Nachtcafé kreisen und swingen, um die Götter des Eurovision Song Contest gekonnt um den Finger zu wickeln. Doch bei der Songauswahl bewiesen die Mitglieder des Kronshagener Chors Hello Music ein glückliches Händchen. Viel Arbeit und schöne Ideen machten aus dem KulturForum „Mick's Nachtcafé”, und trotz König Fußball und Königin Lena fanden sich viele Besucher in „Mick's Laden” ein, dessen Bühne mit Bar und Tresen inklusive Bardame „Babe” sowie stilvoll dekorierten Stehtischen zum legeren Listening einlud.

Mit It's Swingtime starteten die 23 Männer und Frauen des ansonsten 35-köpfigen Chors dem Titel folgend swingend und schnipsend in den Abend, streunten beim folgenden Puttin' On The Ritz ein paar Percussion-Gimmicks ein, um im dritten Song Moderator Michael „Mick” Schultz auch gesanglich die Bühne zu überlassen. Dieser zeigte in einer adaptierten Fassung von Herrlich zu leben aus dem Musical Linie 1 viel Herz für Kiel. Applaus auch für die anderen Solisten, sei es Klaus, der mit My Funny Valentine zur Pianobegleitung für einen sinnlich-romantischen Moment sorgte oder „Rohdiamanten” Lukas mit einer überzeugenden Version von Jamie Cullums I'm All Over It.

Großen Anteil am Gelingen des Konzeptes hatten die Musiker Wolfram Nerlich (Kontrabass), Peter Weise (Schlagzeug) und vor allem Pianist und Chorleiter Axel Riemann. Unter dessen Händen lief der Chor zu Hochform auf wie beim variabel intonierten Arrangement des Rammstein-Hits Engel, der den wilden Kerlen vielleicht eine Träne aus den verkniffenen Augen gedrückt hätte und Hello Music den zweiten Preis beim letztjährigen Landes-Chor-Wettbewerb einbrachte.

Allen Musikern merkte man den Spaß am Singen an, und nahezu jedes Mitglied war auch in einer kleinen Spielszene zu erleben, um den lockeren Programmfluss zu unterstützen. Mit der zweiten Auflage von Satellite, dargeboten von „Babe” und dem weiblichen Backgroundchor sowie einer schönen, rauchig-zarten Fassung des Impressions-Klassikers People Get Ready endete ein unterhaltsamer Abend.

KN vom 21.06.2010

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